Hans-Ulrich Klose
Abgeordneter der 16. Legislaturperiode

- Hans-Ulrich Klose
- Geboren am 14.06.1937
- Beruf: Jurist
- Direktmandat des Wahlkreises Hamburg-Bergedorf - Harburg [24] (Hamburg)
Funktionen in der Bundestagsfraktion
- Gesprächskreis USA / Nordamerika - Sprecher
Mitgliedschaft in Bundestagsgremien
- Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union - stellv. Mitglied
- Auswärtiger Ausschuss - Stellv. Vorsitzender
- Deutsch-Amerikanische Parlamentariergruppe - Vorsitzender
- UA Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik - Mitglied
Was mir wichtig ist ...
Das vergangene Jahr wurde vor allem durch die Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt. Es hat sich gezeigt: Es geht nicht ohne einen starken Staat, der regelt und sichert, was der Markt allein nicht sichern kann. In dieser Situation ist die SPD als Partei der linken Mitte besonders gefordert. Sie muss, solide und verlässlich, für beides sorgen, für Wachstum und Verteilungsgerechtigkeit. Sie kann es aber nur, wenn sie ihre alte (Regierungs-) Stärke zurückgewinnt. Leicht und schnell wird es nicht gehen, auch nicht mit neuer Führung. Viele, nein alle Sozialdemokraten müssen mitmachen. Ich bin einer vor ihnen: Ich bin dabei.
Meinen Arbeitsschwerpunkt habe ich dabei in der Außen- und Sicherheitspolitik. Eine Grundsatzentscheidung der deutschen Außenpolitik nach dem 2. Weltkrieg war es, Außenpolitik im Verbund mit internationalen Organisationen zu gestalten. Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union, der Vereinten Nationen und der NATO. Im Mittelpunkt unserer aktuellen Beratungen stehen die weltweiten Krisen:
Der Konflikt im Nahen Osten.
Wie weiter in Afghanistan?
Russland, Partner oder Gegner?
Das iranische Nuklearprogramm.
Der internationale Terrorismus.
Außenpolitik ist stets komplex und Lösungen sind nie einfach. Mein Grundsatz lautet: Man muss die Welt mit den Augen der Anderen sehen, um sie zu verstehen. Diese Regel ist in der Außenpolitik unverzichtbar, im täglichen Leben hilfreich.
Mein Wahlkreis
Der Wahlkreis Hamburg-Bergedorf-Harburg ist nach der jüngsten Bezirksreform des Hamburger Senates ein verwaltungsrechtlich kompliziertes Gebilde geworden. Bergedorf nördlich und Harburg südlich der Elbe sind zwei eigenständige Stadtteile, die einander nicht einmal benachbart sind und ihre jeweils besondere historische Entwicklung durchlaufen haben. Zudem die benachbarte Elbinsel Wilhelmsburg, die früher zum Bezirk Harburg gehörte. Nun ist sie nur noch Bestandteil des Bundestagswahlkreises 24, aber Teil des Bezirkes Mitte.
Während Bergedorf eher Landstädtchen blieb, wuchs Harburg in seiner preußischen Zeit zu einem wichtigen Industriestandort heran, der 1937 der Stadt Hamburg einverleibt wurde. Noch heute spürt man hier wie auch in Bergedorf bei den Bewohnern eine gewisse Distanz zu „Hamburg“. Beide Stadtteile haben auch heute noch eine zentrale Bedeutung für das einstmals ihnen zugehörige Umland. Ihre Flächen schließen große Landgebiete ein – alte Kulturlandschaften, die mit ihrem Obst- und Gemüseanbau eine bedeutende Versorgungsfunktion für die Stadt haben und die mit ihren zahlreichen Vereinen, von den Schützen über die Gartenfreunde bis zu den freiwilligen Feuerwehren, als Wahrer alter Kulturtraditionen ein stabiles Element der Gesellschaft bilden.
Das ist nicht anders auf der benachbarten Elbinsel Wilhelmsburg. Wilhelmsburg hat eine ebenso schnelle industrielle Entwicklung durchlaufen wie Harburg und hat nun auch ganz ähnliche Sorgen. Mit der Entwicklung in Wilhelmsburg habe ich mich früh beschäftigt - dank der Wilhelmsburger Parteifreunde. Gemeinsam haben wir das – zugegeben - schwierige Projekt angepackt. Heute ist neuer Optimismus im Zusammenhang mit der Internationalen Bauausstellung und der Internationalen Gartenausstellung angesagt, (beeinträchtigt allerdings durch starke Verkehrsprobleme). Es ist absehbar, wie sehr IBA und IGA das Gesicht der Insel verändern werden.
Ich möchte Sie gerne einladen, einmal in meinen Wahlkreis zu kommen. Sie werden erstaunt sein, welche Idyllen und welche Vielfalt er bietet.